Weltladen als außerschulischer Lernort
Erneut besuchte eine 7. Klasse des Gelderner Friedrich-Spee-Gymnasiums den Gelderner Weltladen. Hedwig Gerads und Karl-Heinz Pasing vom Weltladenteam begrüßten die Politik-Lehrerin Maria Theresia Bronn (vorne r.) mit ihren Schülerinnen und Schülern zum „außerschulischen Unterricht“, der immer wieder besondere Lernerfahrungen ermöglicht. Die Informationen zur Arbeit des Gelderner Weltladensund zu den Grundlagen des Fairen Handels machten deutlich, dass die Waren vorwiegend im globalen Süden produziert werden. Dort ist das Einkommen der Produzentinnen und Produzenten so gering, dass es für den Lebensunterhalt nicht ausreicht. Fairtrade zertifizierte Produkte, die sich ausschließlich im Warenangebot des Weltladens befinden, so erfuhren die Schüler/-innen, sichern den Produzenten gerechte Löhne, sorgen für bessere Lebens-und Arbeitsbedingungen und schließen ausbeuterische Kinderarbeit aus. Zudem stand das Thema „Fast Fashion“ im Vordergrund. Dass etwa 80 % der Kleidung auf dem Müll landet und auch in afrikanischen Ländern oder in Chiles Atacama Wüste verbrannt wird, erstaunte die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Produktion des chinesischen Anbieters SHEIN, der täglich 6000 oder mehr Designs auf den Markt bringt und in den Sozialen Netzwerken dafür wirbt. Es wurde offenbar, dass die mit „Ultra Fast Fashion“ bezeichnete Kleidung als „Wegwerfmode“ deklariert werden kann, sie hat keine Qualität und führt zudem zu weiteren Umweltbelastungen. Der Gelderner Weltladen bietet auch Kleidung aus Fairem Handel an.

